Die Idee hinter PH-FREIBURG.COM ist, alle wichtigen Infos und Formulare, Termine und Fristen übersichtlich und strukturiert zu sammeln. Im Moment muss man vergeblich auf der offiziellen PH-Seite Infos suchen, oder die Sekretariate abklappern. Wir wollen allen Studierenden möglichst schnell und einfach das Studium wenigstens diesbezüglich erleichtern.
Die Seite befindet sich noch im Aufbau und ist auch auf eure Mithilfe angewiesen. Wenn ihr Infos habt, die noch nicht zu finden sind, mailt sie uns an INFO#PH-FREIBURG.COM, damit sie in Zukunft auch allen anderen Studierenden zur Verfügung stehen.
Stand: 06.08.2010
(11.08.2010 / 11:21 Uhr) Kritische Lehrer_innen, Kein Handbuch: In Berlin ist die Gruppe "Kritische Lehrer_innen", kurz "KriLe", entstanden als Zusammenkunft von Lehramtsstudierenden mit gesellschafts- und herrschaftskritischen Haltungen. Die Gruppe gibt es nun seit fünf Jahren und der Reader, der jetzt veröffentlicht wurde, ist eine gute Zusammenfassung ihrer vielfältigen Bemühungen, diese Fragen zu beantworten. Der erste Teil ist ein Streifzug durch die gesellschafts- und schulkritischen Themen, die sie in dieser Zeit aufgegriffen haben, aus verschiedenen individuellen Perspektiven. Die 17 kurzen Essays haben nicht den Anspruch, abgeschlossene Antworten zu geben, sondern sollen Anregungen und Vorschläge sein, was zum Thema gemacht werden kann und wie. Der zweite Teil hingegen blickt zurück auf vier Jahre gemeinsamen Lernens und Agierens. Hier erwarten dich auch Bilder, Links zu interessanten Initiativen, Buchtipps, Sonntagsreden oder Fotos von Aktionen. Die Beschäftigung mit Theorien und Analysen ging für "KriLe" stets Hand in Hand mit der Suche nach den politischen Handlungsmöglichkeiten. Kein Handbuch als (.pdf)
(06.08.2010 / 15:03 Uhr) Wo die Kunst der Sparkunst zum Opfer fällt. Das Beispiel der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Von Thomas Wagner: "Die Kunst geht nach Brot!" So heißt es bereits in Lessings "Emilia Galotti". Dahinter verbirgt sich eine zeitlose Weisheit: Denn überall, wo Geld und damit Brot knapp werden, ist es mit der Kunst nicht gut bestellt. Die Ausbildung von zukünftigen Kunsterziehern macht da keine Ausnahme. Ein Interview des Deutschlandfunks vom 06.08.2010 mit der Fachschaft Kunst der PH Freiburg zu ihrem offenen Brief an Rektor Ulrich Druwe. Hier nachlesen oder nachhören! Offener Brief als .pdf
(02.08.2010 / 16:07 Uhr) Studierende fordern den Erhalt des KuCa's an der PH Freiburg. Offener Brief an den Ministerpräsidenten Herrn Stefan Mappus, den Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Herrn Peter Frankenberg, die Landtagsabgeordneten der Wahlkreise Freiburg I und II, Frau Margot Queitsch, Frau Edith Sitzmann, Herrn Klaus Schüle, Herrn Walter Krögner, Herrn Reinhold Pix, Herrn Bernhard Schätzle, den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg Herrn Dieter Salomon und die Fraktionen, Fraktionsgemeinschaften und Gruppierungen im Freiburger Gemeinderat. Offener Brief als .pdf: Für den Erhalt des KuCa's
(01.08.2010 / 14:58 Uhr) Zitat eines Studierenden zur Lage an der PH Freiburg: "Zurzeit gewinne ich den Eindruck, dass die PH Freiburg aufgrund finanzieller Engpässe keine Zukunft mehr hat. Ebenso nehme ich eine zunehmende Individualisierung im Bezug auf einzelne Fächer und Fakultäten, sowie verstärktes Konkurrenzdenken innerhalb der PH wahr: Von Stimmen, die Dienstleistungen an andere Fächer verkaufen möchten, einer Rethorik, das ein Fach zu viel Geld ausgegeben habe und dafür ein anderes seine angesparten Gelder abgeben müsse bis hin zu der Entwicklung einer 'verbesserten' Evaluation, die man an die Fakultäten verkaufen könne, gibt es ein breites Feld an steigenden (markt-)wirtschaftlichen Diskursen."
(31.07.2010 / 10:16 Uhr) Offener Brief der Fachschaft Kunst an PH Rektor Ulrich Druwe // Studiensituation untragbar. Mit einem offenen Brief wenden sich die Studierenden des Faches Kunst und die Kunstfachschaft an der Pädagogischen Hochschule Freiburg an Rektor Ulrich Druwe, um auf die prekäre Studiensituation in ihrem Fach hinzuweisen. In diesem Brief, der von 300 Studierenden unterzeichnet wurde, heißt es u.a. "die Informationen des Kanzlers zu Beginn des Semesters haben die prekäre Situation der Hochschule bereits skizziert. Das Ausmaß dieser Entwicklung ist jetzt schon in vielen Bereichen - sowohl für die Dozierenden als auch für die Studierenden - deutlich zu spüren. Nun trifft es zu unserem Bedauern auch den Fachbereich Kunst". Offener Brief als .pdf
(23.07.2010 / 19:34 Uhr) Rechts um? - So stark sind Europas Neonazis. Europa erlebt derzeit einen Rechtsruck. In den Niederlanden wurden die Rechtspopulisten zur drittstärksten Kraft. Und auch in zahlreichen anderen Ländern sitzen Abgeordnete von ausländer- und islamfeindlichen Parteien in den Parlamenten. An diese Erfolge möchte in Deutschland die rechtsextreme NPD anschließen. Müssen wir uns darauf einstellen, dass extrem rechte Ideen wieder hoffähig werden und was bedeutet das für Europa? Ein Radiobeitrag auf Bayern 2
(23.06.2010 / 20:20 Uhr) Instrumente von SamiBasta! seit der Bildungsstreik-Demo am 09. Juni von der Polizei beschlagnahmt. Der UStA solidarisiert sich mit SamiBasta! und fordert die sofortige Herausgabe der Instrumente. Einen Kommentar von SamiBasta! könnt ihr auf linksunten.indymedia lesen.
(22.06.2010 / 11:59 Uhr) Bildungsstreik 2010: Positive Resonanz auf die spontane Gleisbesetzung im Anschluss an die Bildungsstreik-Demo am 09. Juni 2010.
Leserbrief in der Badischen Zeitung vom 21.06.2010 (.pdf)
Leserbriefe in der Badischen Zeitung vom 14.06.2010 (.pdf)
(20.06.2010 / 14:46 Uhr) Große Begeisterung auf Freiburgs erster Bildungsstreik Nachttanz-Demo. Etwa 500 Demonstrierende, die zahl schwankte wetterbedingt sehr stark, zogen am Freitagabend tanzend auf Freiburgs erster Bildungsstreik Nachttanz-Demo durch die Stadt. In Redebeiträgen wurde auf die untragbaren Missstände im Bildungssystem hingewiesen und Zugang zu freier Bildung für alle Menschen gefordert. Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem, das Bildung als Ware betrachtet, wurde als Mitverursacher der Bildungskrise angeklagt, den Regierenden Untätigkeit vorgeworfen: "Die Verantwortlichen verstecken sich hinter ihren Schreibtischen oder veranstalten Bildungsgipfel, auf denen sie sich gegenseitig die Schuld zuweisen, anstatt mit uns zusammen die Krise zu bekämpfen", hieß es im Redebeitrag des UStA der PH Freiburg. Weiterlesen auf linksunten.indymedia
(17.06.2010 / 12:38 Uhr) 5 Antworten: Was hat die Gleisbesetzung den Bildungs-Demonstranten gebracht? Am Ende der Bildungsstreik-Demo mit rund 1500 Teilnehmern besetzte ein kleiner Teil der Demonstranten für rund eineinhalb Stunden das Gleis 1 am Freiburger Hauptbahnhof. Was hat die Aktion gebracht? 5 Antworten von Tom Peters, Mitglied im Vorstand des UStA der PH. Weiterlesen auf fudder.de
(11.06.2010 / 22:22 Uhr) Solidarität mit dem Bildungsstreik. Pressemitteilung der Unabhängigen Listen Freiburg vom 11.06.2010:
Bildungsprotest mit Bahnhofsblockade
Studierende und SchülerInnen haben sich erneut zu Wort gemeldet. Sie demonstrieren wenn ihre Anliegen nicht beachtet werden. Das Thema ist bei dieser Altersgruppe naturgemäß die Bildung bzw. die Ausbildungssituation. Weder hat sich diese Situation verbessert noch ist die Semestergebühr reduziert oder gar zurückgenommen worden. Für die Unabhängigen Listen ist es nachvollziehbar, dass es in dieser Situation auch zu spontanen Aktionen des zivilen Ungehorsams kommen kann.
Die Unabhängigen Listen erklären sich inhaltlich mit den Forderungen der Protestierenden solidarisch und appellieren an die Staatsanwaltschaft von Ermittlungsverfahren und an die Bahn von Schadensersatzforderungen abzusehen.
(11.06.2010 / 11:48 Uhr) Polizei geht gegen Bildungsstreik in Freiburg vor. Am 9. Juni 2010 demonstrierten in Freiburg rund 900 Menschen im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks für eine Reform des Bildungssystems, gegen kapitalistische Verwertung und Konkurrenzdruck. Nach einer Auftaktkundgebung am Platz der alten Synagoge lief die Demonstration in lockerem Spalier über die Rempartstraße und durchs Martinstor zum Bertoldsbrunnen, wo eine Zwischenkundgebung abgehalten wurde. Nach einem erneuten symbolischen Einreißen der "Bildungshürde" ging es weiter in Richtung Uni-Rektorat, welches von Hundertschaften der Polizei bewacht wurde. Nach einer Sprint-Einlage kurz vor dem Hauptbahnhof wurde die Demonstration aufgelöst. Kurzerhand stürmten etwa 400 Studierende, Schüler_innen und linke Aktivist_innen die Bahnhofshalle und besetzten Gleis 1 und 2, was eine merkliche Radikalisierung der Bildungsproteste darstellt. Den vollständigen Artikel und Fotos findet ihr auf linksunten.indymedia.org
(09.06.2010 / 22:06 Uhr) Solidaritätserklärung des Bildungsstreik Köln: Das Bildungsstreikplenum Köln solidarisiert sich mit den Freiburger Bildungsstreikenden. Nicht die Proteste gegen die Missstände im Bildungssystem sind Unrecht, sondern die Selektion im mehrgliedrigen Schulsystem, die Studiengebühren und der Mangel an Ausbildungsplätzen. Unrecht ist, dass Menschen vom gemeinsamen Lernen und persönlicher Entfaltung abgehalten werden und Bildung und Wissenschaft im Dienst privatwirtschaftlicher Interessen stehen sollen. Unrecht ist, dass gerade ein Sparpaket auf Kosten der Ärmsten Bevölkerungsteile beschlossen wurde statt die Verursacher der Krise zur Kasse zu bitten. Daher verurteilen wir die polizeilichen Repressionen gegen die Bildungsstreikenden in Freiburg.
(09.06.2010 / 22:00 Uhr) Solidaritätserklärung der LAK Rheinland-Pfalz: Die LandesAstenKonferenz Rheinland-Pfalz solidarisiert sich mit den ehemaligen Besetzer*innen des Freiburger Bahnhofs. Während den bundesweiten Demonstrationen waren in Freiburg 5.000 Menschen auf der Straße. Die 500 Aktivist*innen, die sich dann spontan entschlossen die Gleise zu besetzen, bekunden ihren Unmut über die derzeitigen Zustände im Bildungswesen mit zivilem Ungehorsam. Diesen zivilen Ungehorsam halten wir für gerechtfertigt. Ganz anders dagegen die Maßnahmen der Polizei, die Besetzer*innen vor Ort festzuhalten, nach dem diese sich bereit erklärten friedlich die Gleise zu verlassen.
(09.06.2010 / 16:15 Uhr) Bildungsstreik 2010: Freiburger Hauptbahnhof blockiert. Pressemitteilung des Bildungsstreiks Freiburg vom 09.06.2010:
BildungsaktivistInnen besetzen den Freiburger Hauptbahnhof // Spontanaktion zeigt Entschlossenheit der DemonstrantInnen
Der Freiburger Bildungsstreik begrüßt die spontane Besetzung eines Gleises am Freiburger Hauptbahnhof durch viele TeilnehmerInnen der Demonstration. Anlass der Demonstration war die bundesweiten dezentralen Aktionswoche.
Wir halten es für verständlich, dass diese DemonstrationsteilnehmerInnen in einer - im Vergleich zum Vorjahr "gesteigerten" Form ihrem Protest Ausdruck verliehen haben: Die nach der bundesweiten Protestwelle im Herbst angekündigten Verbesserungen im Bildungssystem sind ausgeblieben. Auch die konstruktive Auseinandersetzung mit dessen Mängeln hat in keinster Weise stattgefunden: Jüngst ließ Bildungsministerin Schavan sogar ihren eigenen "Bundesweiten Bolognagipfel" zur Farce werden, in der die Bildungsstreikenden zu StatistInnen erklärt wurden. Die sogenannten Ergebnisse der Konferenz standen schon vorher fest und somit war nicht einmal die Möglichkeit eines fairen Dialogs gegeben. Die heutige Bahnhofsbesetzung zeigt, dass die Toleranz gegenüber dem Versagen der Bildungspolitik bei vielen Menschen, die sich für ein gerechteres Bildungssystem engagieren, an einem kritischen Punkt angekommen ist.
Die Politik muss endlich handeln, denn das Vertrauen auf ihre Zusagen hat sie verspielt.
(16.07.10) Im Rahmen des Seminars "Schule und Beruf: Kooperation Schule-Betrieb, Bildungsgangberatung" an der PH Freiburg trat heute Mittag Bundeswehroberleutnant Schröter als Referent auf. Dies löste einen unverhältnismäßigen Einsatz der Polizei aus. Am Eingang zum Seminargebäude gab es Einlass- und Namenskontrollen durch Beamte in Zivil, bewaffnete Polizisten und durch den Rektor der PH Herrn Druwe. Menschen die ihren Protest gegen Werbung der Bundeswehr in Bildungseinrichtungen ausüben wollten, wurden am Betreten der Hochschule gehindert. Dabei kam es zu Personalkontrollen und versuchen filmenden und fotografierenden Studierenden ihre Kameras und Fotoaperate abzunehem.
Pressemitteilung des UStA vom 16.07.2010 als .pdf: Bundeswehr wirbt an Pädagogischer Hochschule
Gegen die Zusammenarbeit von (Hoch-)Schule und Militär!
Momentan führt die Bundewehr elf Auslandseinsätze. Inhaltlich versuchen sie diese mit humanitären Gründen zu rechtfertigen, somit Waffengewalt zu legitimieren und als alternative Lösung darzustellen. (Als könnte eine bewaffnete Einheit bei einem Gegner punktgenau das "Böse" ausschalten.) Waffen und Gewalt sind der falsche Weg:
Wir fordern diplomatische Konfliktlösungen, die nachhaltige Entwicklungen fördern und Frieden ermöglichen.
Die Mehrheit der Bevölkerung unterstüzt diese Forderung. Aus diesem Grund hat die Bundeswehr immer mehr Schwierigkeiten ihre Auslandseinsätze zu legitimieren und genügend Berufs- und Zeitsoldaten zu rekrutieren. Diese Lücken versucht sie mit Werbeoffensiven zu füllen. Dabei geratenEinrichtungen ins Visier an denen Jugendliche lernen, ausgebildet werden und eine berufliche Perspektive suchen. Dieses Vorgehen wird offiziell durch Kooperationsabkommen zwischen der Bundeswehr und den Kultusministerien institutionalisiert.
Keine Werbung der Bundeswehr in Bildungseinrichtungen! Erziehung zum Frieden und nicht zum Krieg!
Infos zum Thema auf www.panzerfrei.de.vu
(09.07.2010) Die ersten Ergebnisse der Senats-, AStA-, und Fakultätsratswahlen liegen vor.
In den Senat und AStA wurden gewählt: Tom Plogsties, Mario Singer, Janna Schulz, Andrea Kaiser
In den AStA wurden gewählt: Eva-Larissa Weber, Valerie Jakob, Anna Johne, Halina Pogoda
In den Fakultätsrat I wurden gewählt: Hannes Kuhn, Severin Rödel, Michael Wolff, Cornelia Deneke
In den Fakultätsrat II wurden gewählt: Benjamin Oschwald, Christine Joos, Martin Karcher, Silke Singer
In den Fakultätsrat III wurden gewählt: Thomas Fuchs, Nico Baumstark, Johanna Heeg, Florian Weitkämper
(12.07.2010) Alle Ergebnisse als .pdf: Wahlergebnisse Studierende 2010
300 Bildungsstreikende (zeitweise bis zu 500) trotzten dem Regen und demonstrierten Freitagnacht auf Freiburgs erster Nachttanz-Demo für ein sozialgerechtes und demokratisches Bildungssystem. Einen Artikel und Fotos zur Demo findet ihr auf linksunten.indymedia!
<<<Presseerklärung des UStA vom 17. Juni 2010>>>
Bildungspolitische Nachttanz-Demo am Freitag, den 18.06.2010 um 22:00 Uhr am Stadttheater in Freiburg
Bildungsstreikende aus Freiburg rufen für Freitag den 18. Juni 2010 zu einer bildungspolitischen Nachttanz-Demonstration auf. Der UStA der PH Freiburg unterstützt den Demonstrationsaufruf (siehe www.bildungsstreik-freiburg.de).
Den Sparplänen der Bundesregierung entgegentreten!
Lediglich eine Woche hat es gedauert, bis die Bundesregierung 500 Mrd. (Bürgschaften, Kredite, Finanzhilfen) für die Banken mobilisiert hat. Gleichzeitig müssen jetzt Millionen Menschen damit rechnen, dass die größte Finanz- und Wirtschaftskrise auf ihrem Rücken ausgetragen wird. Denn es ist so gekommen, wie es vorher zu sehen war: "Drastische Einsparungen bei den Ärmsten der Armen, vage Ankündigungen über Belastungen von Banken und der Wirtschaft, das ist das Ergebnis der Sparklausur von Schwarz-Gelb", sagt Sven Fred, Mitglied des UStA der PH Freiburg. "Und sobald auf Landesebene die Sparpakete geschnürt werden, drohen uns auch im Bildungsbereich, allen Beteuerungen zum Trotz, massive Kürzungen."
Weiterlesen als .pdf: Presserklärung des UStA vom 17.06.2010
Im Anschluss der Bildungsstreik-Demo "Mut zur Wut! Für ein sozialgerechtes und demokratisches Bildungssystem" am 9. Juni 2010 in der Freiburger Innenstadt, kam es zu einer spontanen Gleisbesetzung am Freiburger Hauptbahnhof durch circa zweihundert Demonstrierende.
Aufgrund des Mangels ernst zu nehmender Reaktionen der Regierenden auf die massiven Bildungsproteste im letzten Jahr, begrüßen wir die Gleisblockade als begrenzte Regelüberschreitung des Zivilen Ungehorsams. Dem UStA der PH Freiburg zeigt diese ungeplante Aktion, dass die Grenze der Toleranz bei vielen Bildungsstreikenden gegenüber dem Versagen der Bildungspolitik erreicht ist.
Strategien des rein symbolischen Protests haben sich in der Vergangenheit als unzureichend erwiesen. In Hessen haben erst Autobahnblockaden zur Abschaffung der Studiengebühren geführt. Der UStA der PH Freiburg möchte keine Eskalation der Proteste herbeiführen und setzt weiterhin auf einen konstruktiven Dialog mit den Regierenden. Wir sprechen aber auch den Gleisblockierern, den Verletzten und den Festgenommen unsere uneingeschränkte Solidarität aus und fordern die Behörden auf, auf eine Strafverfolgung zu verzichten.
Stellungnahme des UStA vom 09.06.2010 als .pdf
Auch der neue Ministerpräsident Stefan Mappus wartet Zusammenbruch der LehrerInnenbildung ab - Beschwichtigungspolitik für eine desolate Studiensituation an den Pädagogischen Hochschulen. Finanzielle Situation immer dramatischer.
500 Demonstrierende blockieren Gleis 1 und Gleis 2 am Hauptbahnhof Freiburg // 1500 SchülerInnen, Auszubildende, Studierende und Lehrende auf Bildungsstreik-Demo in Freiburg
Einige hundert Studierende allein von der PH Freiburg demonstrierten heute am 9. Juni 2010 in der Freiburger Innenstadt, um die Kurzsichtigkeit und die falsche Prioritätensetzung der baden-württembergischen Landesregierung anzuprangern. "Auch unter der Federführung von Stefan Mappus zieht sich das Land weiter aus der Finanzierung der Hochschulen zurück" sagt Tom Peters, UStA-Vorstand der PH Freiburg. "Rektor Ulrich Druwe argumentiert allein mit Sachzwängen, die dann aber der Einzelne am Ende der Kette ausbaden muss."
Am Montag, den 07. Juni, attestierten auf der Vollversammlung die VertreterInnen der Fachschaften den desolaten Zustand ihrer Fächer. Den Instituten und Fächern stehen 2010 im Vergleich zum Haushaltsjahr 2009 nur noch die Hälfte der finanziellen Mittel zur Verfügung. "Die schwierige Situation in wichtigen Fachbereichen wie Erziehungswissenschaften, Englisch, Deutsch und Politik wird sich im kommenden Semester nochmals verschärfen", bestätigt Annika Greuter, ebenfalls UStA-Vorsitzende. "Es mangelt an Dozierenden, offene ProfessorInnenstellen bleiben unbesetzt, Lehrbeauftragte werden entlassen und Tutorate rigoros gestrichen. Tatsächliche Lösungen bleiben hingegen aus."
Stattdessen begnügen sich Verantwortliche wie Ulrich Druwe und Stefan Mappus damit, von "Sachzwängen" zu sprechen und die eigenen Handlungsspielräume zu leugnen. Die Verantwortung für eine sinnvolle LehrerInnenbildung wird auf die Schultern der einzelnen Studierenden übertragen: Als Lösung propagiert die Landesregierung Worthülsen wie 'Unternehmertum' und 'Selbstunternehmertum', die auch die Studierenden möglichst verinnerlichen sollen.
Auch die Bibliothek an der PH Freiburg wird ihrem Auftrag immer weniger gerecht: Schrumpfende Öffnungszeiten, Kündigungen, Notstand bei Büchern und Zeitschriften, kaum noch Neu- und Mehrfachanschaffungen. Studierende, die wirklich studieren wollen, werden auf Dauer gezwungen, die Bücher selbst zu kaufen. Wer das nicht kann, schüttelt über schön gefärbte Worte wie "Qualitätsmanagement" und "Exzellente Lehre" nur den Kopf.
Wir fordern im Rahmen der anhaltenden und wachsenden Bildungsstreikbewegung dazu auf, dass sich niemand mehr gutgläubig mit den präsentierten Missständen arrangiert und die scheinbar unverrückbaren Spielregeln akzeptiert!
Presseerklärung des UStA vom 09.06.2010 als .pdf
Corporate Identity ist das zentrale Thema der nächsten Ausgabe des Magazins der PH Freiburg "PH-FR". Hier stellen wir euch vorab den Artikel des AStA zur Verfügung.
Hochschulführung braucht ein Leitbild
Gibt man entgegen der Empfehlung so mancher Hochschullehrer_innen bei Wikipedia den Suchbegriff 'Corporate Identity' ein, so erhält man die folgende Definition: "Corporate Identity (CI, auch Unternehmenspersönlichkeit) entsteht durch den abgestimmten Einsatz von Verhalten, Kommunikation und Erscheinungsbild nach innen und außen. Basis dafür ist das Unternehmensleitbild. [...]" Dies zunächst als Grundlage, doch worum soll es in diesem Beitrag gehen? Zunächst wird der Frage nachgegangen, wie und weshalb das Ziel, an Hochschulen eine CI zu schaffen, in den letzten Jahren derart an Bedeutung gewonnen hat. Anschließend werden Ideen für ein Leitbild unserer Hochschule vorgestellt, die als Grundlage für deren CI herangezogen werden können. (Weiterlesen als pdf.)
Mit einem Gratis-Bewerbungstraining oder kleinen Geschenken ködert der Finanzdienstleister MLP viele Studenten. Wenig später sind sie Kunden, besitzen mehrere Versicherungspolicen oder sogar ein Geldanlageportfolio. Doch einige MLP-Angebote sind teuer oder sogar unsinnig. (Quelle: Stiftung Warentest 07/2008)
Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Ähnliches beobachtet. "Mehr als 100 ehemalige MLP-Kunden kamen in den vergangenen Jahren zu uns. Bei fast keinem hatte man das Gefühl, er wurde gut beraten. Rentenversicherungen, oft auch noch die teureren, waren das Standardprodukt." Statt durchschnittlich vier Prozent hätten die Abschlusskosten oft bei mehr als sechs Prozent der Beiträge gelegen. "Und das bei den jungen Kunden, die viel in Aktien sparen sollten. Und die eigentlich flexible Lösungen brauchen, weil sie ja eventuell noch eine Familie gründen wollen." (Quelle: Frankfurter Allgemeine 17.08.2008)
Wir wollen euch! Der Finanzdienstleister MLP versucht an Hochschulen systematisch Studenten als Kunden zu gewinnen. Sie trugen schwarze Anzüge, Kurzhaarschnitt und ein Klemmbrett unter dem Arm. Ihr Angebot: kostenlose Beratungsgespräche für Studenten. Ihr Ziel: die Adressen der Studierenden. (...) Der Heidelberger Konzern hat sich auf Akademiker spezialisiert und vertreibt Geldanlagen sowie Versicherungspolicen hauptsächlich an diese exklusive Zielgruppe. Darum nutzt MLP jede Gelegenheit, um näher an seine potenziellen Kunden heranzukommen. (...) Mit über 40 Hochschulen arbeitet MLP derzeit in Deutschland zusammen und hat damit fast die Hälfte aller deutschen Unis mit Karrierebüros für seine Zwecke gewonnen. MLP bietet den chronisch unterbesetzten Servicestellen Rhetorikkurse, Assessment-Center-Trainings oder Seminare zu Stressmanagement an. Außerdem hat MLP aus den Informationen über seine Kunden Firmen- und Gehaltsdatenbanken aufgebaut, die Studierende nutzen können. All diese Angebote sind kostenlos für Unis und Studenten. Im Gegenzug erhält MLP Informationen über die künftigen Besserverdiener mit Bachelor und Master. (Quelle: Zeit Online 19.01.2009)
"MLP ist ein geschlossener Verein mit begeisterten Mitgliedern, wie eine Sekte. Kritik ist nicht erwünscht. " Ein MLP-Mitarbeiter. (Quelle: Berliner Zeitung 31.10.2002)
Vorlseungsverzeichnis WS 10-11 (.pdf)
Vorlesungsverzeichnis SoSe 2010 (.pdf)
Vorlesungsverzeichnis WS 09-10 (.pdf)
Studien- und Prüfungsordnungen
Formulare für studentische Beschäftigte
Informationen zu Studiengebühren
Studienplanung und -organisation